Woche 23 - Alles hat ein Ende ...

15Juni2014

Hallo ihr Lieben,

da ich gerade mitten im Umzugsstress stehe, kommt hier ein etwas kürzerer Wochenbericht zum Abschluss. Dafür resümiere ich für euch im allerletzten Blogeintrag mein Praktikum.

Poznan 2014

In meiner letzten Woche im MAC habe ich noch einmal richtig die Zeit genossen. Ich konnte einen echt tollen Abschied feiern. Nach der Arbeit habe ich die Zeit meist damit verbracht, noch einmal das Wetter und die Stadt zu genießen. Ich habe es mir also noch einmal richtig gut gehen lassen. Ich habe Poznan mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge verlassen. Die Stadt und ihre Bewohner, ihr Rhythmus, ihre Energie ist mir sehr ans Herz gewachsen!

Insgesamt kann ich sagen, dass die Zeit einfach viel zu schnell verging. Denn obwohl ich sehr gerne wieder zu Hause bin, war die Zeit in Poznań doch ein toller Abschnitt in meinem Leben. Ich habe so vieles mitgenommen, nicht nur beruflich, sondern auch und vor allem persönlich. Ich habe mich ein kleines bisschen verändert, weiterentwickelt. Ich habe gelernt, mich auf mich selbst zu verlassen, habe an Selbstvertrauen gewonnen und an Selbstständigkeit. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, in einem sehr gastfreundlichen Land. Ich habe kulturelle Unterschiede gesehen und manchmal gespürt. Und habe mich manchmal überraschen lassen von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Nachbarländer. Dieses Praktikum hat mir viel gebracht. Es hat mir auch gezeigt, was und wer ich bin. Klingt irgendwie ziemlich abgedroschen und eher wie eine Phrase. Doch durch die Arbeit hier und das Alleinsein (jedenfalls weg von der gewohnten Umgebung und Unterstützung) habe ich Stärken und Schwächen, sowohl beruflich als eben auch persönlich, von mir kennenlernen können. Ich weiß mittlerweile, dass ich definitiv was kann, wenn ich nur will und wo ich mich in Zukunft sehe. Ich habe einfach gesagt meine persönlichen Werte erkannt und gefestigt.

Danke für alles, liebes Team :)

Mir wurde beispielsweise vor Augen geführt, wie schnell ich gelernt habe. Dass ich ein Mensch bin, der sich sehr auf sein Gehör verlässt und dadurch auch lernt. Vor allem sprachlich. Ich bin durch das ehrlich gemeinte und realistische Lob meiner Kolleginnen innerlich bestimmt ein paar Zentimeter gewachsen ;)

Ich kann nur wiederholen, wie gut es mich doch mit diesem Praktikum insgesamt getroffen hat. 9 von 10 Punkten würde ich dem Gesamtbild geben:

Volle 10 Punkte gibt es für das MAN Accounting Center und vor allem mein tolles Team. Ich wurde sofort freudig aufgenommen und immer wieder zum Polnischsprechen motiviert. Deshalb habe ich mich auch sprachlich definitiv weiterentwickelt. Ich habe ein Bauchgefühl entwickelt und kann jetzt auch einige Hemmungen beim Sprachgebrauch überwinden. Ich bedanke mich für das sehr, sehr große Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde. Einige Aufgaben wurden mir nach ein paar gemeinsamen Übungen komplett selbst überlassen. Ich konnte eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten, war nicht immer unbedingt darauf angewiesen, dass jemand im Büro war. Und schließlich durfte ich sogar helfen, eine neue Kollegin einzuarbeiten. Aber auch wenn ich Hilfe brauchte, war immer jemand da und half mir mit Engelsgeduld. Dieses Praktikum war in beruflicher Hinsicht ein 100%iger Erfolg und ich kann das MAC nur weiterempfehlen!

Auch die Stadt bekommt 9 Punkte. Das Zentrum ist wirklich schön und es ist toll zu sehen, wie sich die Stadt gerade verändert und modernisiert. Durch den Universitätsschwerpunkt ist Poznań insgesamt sehr jung. Auch die Menschen im Allgemeinen sind echt super freundlich und helfen einem gerne weiter und zeigen Verständnis, wenn man etwas nicht sofort versteht. Einzig und allein die wenigen Möglichkeiten stören mich hier. Wer an vielfältige Städte wie Berlin gewohnt ist, kommt nach einigen Monaten in Poznań an seine Grenzen. Hat man nicht gerade ein Auto hier oder Lust, ständig Zug- oder Busreisen zu bezahlen, hat man das touristische Angebot Poznańs schnell erschöpft. Dennoch muss ich sagen, dass ich manche Orte sehr gerne mehrmals besucht habe (z. B. die Termyoder den Stary Rynek und nahe Umgebung). Und wie gesagt, die Stadt befindet sich gerade im Aufbruch.

In diesem Zusammenhang muss ich auch sagen, dass mir ein halbes Jahr im Endeffekt dann auch ein bisschen zu viel war (ja, rechnerisch waren es „nur“ fünf Monate). Nach ca. vier Monaten war dann irgendwie die Luft raus. Man hat sich eingepegelt auf einen Rhythmus, man hatte hier einen Alltag. Mir war zwar nicht konkret langweilig, aber die Sehnsucht nach Berlin und dem sozialen Umfeld wuchs dann doch beträchtlich.

Nichtsdestotrotz kann ich immer wieder nur sagen, nutzt die Chance! Wenn ihr die Möglichkeit habt, ins Ausland zu gehen, dann packt sie. Und auch wenn es wie bei mir „nur“ Polen bzw. Poznań ist, es ist und bleibt ein Auslandspraktikum, in dem man die gewohnte Umgebung verlässt und in eine neue Welt eintaucht. Auch in Polen gibt es große Unterschiede zu Deutschland. Dafür muss ich nicht um die halbe Erdkugel fliegen. Tolle Menschen und eine super Praktikumsstelle findet man nicht nur weit entfernt von Deutschland ;)

Ein Auslandspraktikum ist immer eine Bereicherung, egal ob es gut oder schlecht ist. Auch ein Praktikum, in dem gefühlt alles schiefgelaufen ist, gibt einem ein Stückchen mehr Lebenserfahrung. Und ich habe einiges mitgenommen und bin vor allem auch vorbereitet, eine eigene Wohnung zu unterhalten. Ich habe durch meine Arbeit schöne Kontakte geknüpft (vor allem persönlich) und das auch außerhalb Polens.

Überraschung in MEINER Wohnung ♥ Stolze Mieterin :) Happy Birthday, Schwarzlicht-3D-Minigolf War eine tolle Ankunft in Berlin

Ich bedanke mich herzlichst bei allen, die mir das möglich gemacht haben:

Mein Arbeitgeber, das Land Berlin, die Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Meine Berufsschule, OSZ Louise-Schroeder-Schule

Die Nationale Agentur und das Leonardo-Da-Vinci-Projekt

Das MAC und vor allem das tollste Team ♥

Und natürlich Freunde und Familie, die immer hinter mir standen und mir auch manchmal den nötigen Tritt in den Hintern gegeben haben ;)

Dziękuję bardzo ♥

Woche 22 - Es steigt kontinuierlich!

09Juni2014

Hallo ihr Lieben,

die vorletzte Woche ist vorbei. An einigen Stellen musste ich mich bereits jetzt schon verabschieden. Die Spannung steigt kontinuierlich. Und weil mein Rückreisewochenende alles andere als entspannt wird, habe ich nach erledigtem Monatsabschluss alles in sommerlicher Ruhe erledigt ;)

Montag

Verdammt, die Mückenstiche jucken immer noch wie Sau! Gut, dass heute Monatsabschluss ist, da bin ich dann schön abgelenkt. Also schnell fertig gemacht und hopp zur Arbeit gefahren. Das Wetter ist heute übrigens extrem schwer einzuschätzen. Nicht wirklich warm, aber auch nicht wirklich kalt. Der Himmel komplett grau bedeckt, aber geregnet hat es nicht. (Zumindest nicht, als ich die Chance hatte, aus dem Fenster zu schauen. Geregnet hatte es aber dem nassen Boden nach zu urteilen dennoch.)

Auf Arbeit begrüßten wir heute unsere neue Kollegin, die aus einem anderen Team (im Kreditorenbereich) zu uns gewechselt hat. Und es gab heute meine letzten offiziellen Videokonferenz mit München (für mich und eine Kollegin aus München, die nächste Woche in den Ruhestand geht). Jetzt wird es langsam echt endgültig! Der Vormittag verlief arbeitstechnisch sehr ruhig. Gegen Mittag schickte ich die ersten Salden raus, damit uns (bzw. den Gesellschaften) nicht die Zeitverschiebung einen Strich durch die Rechnung macht. Das hat auch geklappt, aber wir mussten für die restlichen Salden auf die Freigabe warten. Da es irgendwie zu Verzögerungen kam, konnten wir erst sehr spät anfangen. Dementsprechend fiel ich dann auch ins Bett!

Dienstag

Nach einer eher kurzen Nacht quälte ich mich aus dem Bett. Das Wetter ist übrigens immer noch nicht wirklich besser. Kalt, regnerisch und grau. Also Augen zu und durch. Auf Arbeit klickte ich mich erst einmal durch die E-Mailflut und freute mich, dass schon viele unterschriebene Bestätigungen eingegangen waren. Andere wollten nur Rechnungskopien oder hatten auf der Kreditorenseite Differenzen entdeckt, die ich (bzw. meine Kollegin, die ich gestern und heute teilweise eingearbeitet habe) dann nur an die jeweilige Kreditorenabteilung weiterleiten musste. Insgesamt klappte alles ziemlich gut. Nur noch ein Saldo fehlte mir zum Feierabend. Selbst mein Problemkind hat sich nur vergleichsweise wenig verspätet ;)

Nach der Arbeit fuhr ich noch ins City Center und kaufte ein. Der Rückweg war ein kleines Krafttraining. Mit 6x1,5l Wasser abwechselnd rechts und links wackelte ich zum Bus und vom Bus zur Wohnung. Mann, bin ich stark ^^

Mittwoch

Schon Mitte der Woche. Der schlimmste Teil dieser Woche liegt hinter mir. Trotzdem fühlte ich mich nicht sonderlich gut. Mein ganzes bisheriges Leben konnte ich damit angeben, fast allergiefrei zu sein (abgesehen von einer Kiwi-Unverträglichkeit). Doch heute war meine Nase fast komplett zu, meine Augen brannten und tränten und mein Kopf dröhnte als hätte ich drei Tage non-stop Party gemacht.

Im Laufe des Vormittags legte sich dann aber dieses ganze Chaos und ich konnte in Ruhe arbeiten. Als kleine Abwechslung und „Zusatzaufgabe“ sollte ich für eine Kollegin aus München, die nächste Woche in den Ruhestand geht, einen kleinen Text verfassen. Aber nicht irgendwie – na, auf boarisch! Des is a Gaudi ;) Weiter auf hochdeutsch: Ansonsten ist heute nichts besonderes passiert. Am Nachmittag hatte ich noch einen Motivationsanfall und ging spontan in der Gegend joggen. Bin mal woanders lang, war ganz schön, mal eine neue Gegend kennenzulernen. Danach noch ein bisschen Essen für die beiden nächsten Arbeitstage vorbereiten und endlich hinlegen ;)

Donnerstag

Und auch wenn es nervt und auch wenn ich hier eigentlich einige(s) vermissen werde – nur noch genau 10 Tage!! Jetzt beginnt wirklich der Countdown und Madame Anne hält es nicht mehr ruhig auf einem Stuhl aus, wenn sie dran denkt. So viele liebe Leute, die ich dann wiedersehen werde!

Heute ist übrigens endlich wieder einigermaßen Sommerwetter. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm. Auf Arbeit war gemeinerweise wenig zu tun. Und als ich endlich Feierabend hatte, hat sich der Himmel schon wieder etwas zugezogen. Aber es gibt ja Hoffnung fürs Wochenende, da soll’s ja wieder richtig sommerlich werden ;)

Freitag

Sommer! Pünktlich zum Wochenende zeigt sich der Juni von seiner schönsten Seite – Sonne und Wärme! Also Kleidchen an und ab zur Arbeit hüpfen. Zum Glück habe ich von Montag noch Überstunden angesammelt und kann somit früher ins Wochenende starten. Auf Arbeit gab es auch nicht sonderlich viel zu tun. Aber eine tolle Neuigkeit gab es doch: Eine meiner beiden schwangeren Kolleginnen hat gestern entbunden! Wir haben schon das erste Foto geschickt bekommen. So drollig, der Kleine! :D

Nach der Arbeit ging es bei strahlendem Sonnenschein noch schwimmen und anschließend am Maltasee. Die Gegend fehlt mir jetzt schon ;)

Wochenende

Dieses Wochenende haben meine Mitbewohnerin und ich sehr entspannt gestaltet. Am Samstag ist sie mit ihrem Motorrad nach Wroclaw gefahren. Ich hingegen bin (mangels Motorradhelm usw. und Sparen für die Wohnung) in Poznań geblieben und habe mir noch einen schönen, sonnigen Tag in der Stadt gemacht, wobei ich mich ab und an in einem Einkaufszentrum verkrochen habe, um meine Körpertemperatur wieder zu senken ;)

Idyllische Seen hat Poznan samt Umgebung Abkühlung für die Füße Die Enten machen's richtig Nichtstun ist angesagt ;)

Am Sonntag haben wir Füße und Seele baumeln lassen. Mit frischem Obst, viel Trinken und Sonnenschutz ging’s nochmal ans Wasser. Es war ein tolles Wochenende mit viel, viel Sonne und ich freue mich umso mehr, wenn es endlich nach Hause geht. Im Laufe der Woche wird der Wohnungsschlüssel von meinen Eltern abgeholt und dann schon ein bisschen Krimskrams von mir reingeschleppt.

Woche 21 - Licht ins Organisationschaos ;)

03Juni2014

Hallo ihr Lieben,

nur noch 2 Wochen trennen mich von meiner Rückkehr. Ich werde ehrlich gesagt immer hibbeliger. Diese Woche wurden noch einmal organisatorisch meine letzten Tage besprochen. Schließlich gibt es noch einiges zu tun, bevor ich nach Berlin zurückgehe.

Montag                                    

Aua! Millionen Nadelstiche durchzuckten meine Füße und Beine als ich aufstehen wollte. Verdammt, die Rache für die harte Wanderung am vergangenen Wochenende dauert immer noch an. Und es fühlte sich eher schlimmer an als vorher. Irgendwie schaffte ich es dann aber doch in Küche und Bad und anschließend zur Arbeit. Blöderweise musste ich sogar noch zum Bus rennen. Ich hätte am liebsten geschrien vor Schmerzen! Aber ich musste auf Arbeit und wollte nicht länger arbeiten als gewohnt. Also Zähne heftig zusammenbeißen und stark sein. Zum allerersten Mal war ich wirklich, wirklich froh über einen reinen Bürojob. Obwohl auch der Gang zu meiner vorletzten (!) Videokonferenz mit München nicht gerade schmerzfrei war. Aber mittlerweile kann ich das Stechen und Brennen doch ganz gut ignorieren. Glücklicherweise hatte ich mir am Wochenende bequeme Turnschuhe zugelegt, die waren wirklich fußschonend!

Ansonsten gab es nichts besonderes heute. Kontoauszug und Einarbeitung. In der Wohnung packte ich dann kurz mein Akkordeon aus. Bald geht’s ja wieder los mit den wöchentlichen Proben, da muss ich mithalten können. Knapp sechs Monate komplett ohne gemeinsame Donnerstage ist schon merkwürdig und es ist anstrengend, immer alleine zu spielen! Und dann ging es auch schon wieder ins Bett. Wie schnell doch jetzt die letzten Wochen vergehen!

Dienstag

Na Glückwunsch! Wieder mit Schmerzen am Fuß aufgestanden. Jetzt geben die Fußballen Ruhe, da fangen die Fersen an. Hoffentlich wird das schnell wieder. Langsam geht das nämlich auch auf die Beine, wenn es bei jedem Schritt ziept. Aber zum Glück lenkt mich die Arbeit ja ab. Mittlerweile sind es ja auch nur noch 19 Tage im Ausland. Nur noch eine 1 vorne!

Die Arbeit war wieder pure Routine, deshalb heute nix Neues. Doch ich machte gemeinsam mit meiner Teamleiterin Feierabend und wir fuhren in die Stadt, wo sie mich im Café Kawka auf ein Stück Kuchen und etwas zu trinken einlud. Ich wählte „Sernik zimno“ (dt. kalter Käsekuchen)und einen hausgemachten „Herbata mrożona hawajska“ (dt. Hawaii-Eistee). Beides war sehr, sehr lecker und auch das Cafe an sich ist wahnsinnig hübsch und gemütlich. Man kann entweder drinnen in der urgemütlichen Stube oder draußen im sommerlich gestalteten Garten Platz nehmen. Leider hatte es sich im Laufe des Nachmittags etwas abgekühlt und die Sonne war hinter den Wolken verschwunden. Dennoch war es sehr angenehm dort zu sitzen. Also ein guter Tipp, wenn man mal hungernd durch Poznan irrt ;) (Die haben aber nicht nur Kuchen, sondern auch Salate, ein paar Warm- und Kaltspeisen, Eis, div. Kaffee- und Teespezialitäten und vieles mehr.)

Auf dem Weg nach Hause zog es sich dann endgültig zu. Dunkle Wolken thronten über mir. Als ich umsteigen wollte, fuhr mir die Tram vor der Nase weg. Also auf die nächste warten. Ich hatte Glück! Genau als ich an der Haustür meinen Schlüssel rauskramte, fing es an zu regnen. Und so regnete es die gesamte Nacht durch, blitzte und donnerte. Daran lag wahrscheinlich, dass unser Internet zwischendurch lange nicht funktionierte.

Mittwoch

Es hat sich anscheinend richtig eingeregnet. Nieselregen, wohin das Auge reicht. Heute gibt es aber noch ein wenig Ablenkung vom Wetterrückschlag. In der Mittagspause bestellten einige aus meinem Team gemeinsam mit dem Nachbarteam Pizza ins Büro. War sehr lecker! Um etwa 14 Uhr sollte mein „Flowmanager“, wie es neudeutsch so schön heißt, ins MAC kommen. Dort hat er allerdings nur mit der Personalbeauftragten gesprochen. Nach der Arbeit fuhr ich dann noch kurz mit den beiden anderen Mädels aus meiner Klasse in die Stadt, aber da das Wetter nicht gerade zum Verweilen einlud, hielten wir es relativ knapp. Und schon alleine der Weg in die Stadt hatte mir den Rest gegeben. Der Bus hielt an jeder Ampel an und da die Ampelschaltung hier definitiv nicht die allerbeste ist, standen wir schon mal zwischen vier und acht Minuten an einer Kreuzung. So brauchte ich dann die doppelte Zeit für den Weg. Wieder zurück prüften wir gleich, ob unser Internet wieder funktionierte, schließlich bezahlen wir dafür und es ist meine einzige Verbindung nach Hause. Tat es aber nicht. Also anderweitige Beschäftigungen suchen. Dann fing das Wechselbad der Gefühle an. 5 Minuten Internet, halbe Stunde wieder nichts. Irgendwann hat es sich dann aber doch wieder gefangen. Es begann aber langsam, manche Seiten und Apps funktionierten weiterhin nicht. Aber wenigstens konnte ich wieder mit Berlin kommunizieren juhuu ;)

Donnerstag

Immer noch grau! Wieder mit zwei Jacken übereinander losgestiefelt – was für ein Rückfall! Aber ab dem Wochenende soll es zumindest wieder sonnig werden. Wird auch höchste Zeit, denn ich will meine letzten Tage in Poznan richtig genießen!

Heute war ein kurzer Arbeitstag … relativ. Deutschland hat ja Feiertag. Den gibt’s hier nicht, aber da wir Praktikantinnen uns heute mit unserem Flowmanager und unserer Polnischlehrerin in der Stadt treffen, durfte ich mich schon um 12:30 Uhr auf den Weg machen. (Nebenbei bemerkt haben wahrscheinlich nicht nur wir ein Internetproblem. Auf Arbeit war es heute ziemlich laaangsaaam!)

Ich traf mich also mit meiner Mitbewohnerin in der Straßenbahn und gemeinsam fuhren wir in die Stadt. Da wir ein bisschen früher da waren und es draußen nur um die 9°C waren, suchten wir die Touristeninformation auf. Dort schauten wir uns zunächst etwas um und ließen uns dann von einer netten Dame beraten, wohin wir am Wochenende auf einen Tagesausflug könnten. Dann bekamen wir einen Anruf von der dritten Praktikantin und machten uns auf zum Treffpunkt. Dort wurden wir schon von unserem Betreuer und unserer Polnischlehrerin erwartet. Gemeinsam setzten wir uns in ein Cafe, tranken Kaffee/heiße Schokolade und aßen Szarlotka (warmer Apfelkuchen). Und ich stellte wieder einmal fest, dass die Polen sehr viel Sahne mögen. Meine heiße Schokolade bestand geschätzt zur Hälfte daraus und auch die Kleckse neben dem Kuchen waren nicht gerade klein ;) Aber wir lachten viel und redeten über unseren Aufenthalt und klärten noch einige organisatorische Dinge. Viel zu schnell war die Zeit rum und wir mussten uns verabschieden. Doch wir verabredeten uns mit unserer Lehrerin noch für den Freitag, da sie die Feiertage für einen längeren Aufenthalt hier genutzt hat.

Freitag

Unglaublich, aber war: Die Sonne scheint! Da fühlt es sich gleich einen Zacken wärmer an. Wird ja vielleicht doch noch was mit dem schönen Sommerwetter. Immerhin habe ich in genau zwei Wochen (14 Tage) meinen letzten Arbeitstag im MAC. Ein bisschen wehmütig bin ich schon. Doch dafür werde ich die letzten Tage umso mehr genießen dürfen. Schließlich ist am Montag bzw. Dienstag wieder Monatsabschluss und ab Montag wechselt eine Kollegin in unser Team. Es wird also nochmal spannend auf den letzten Metern ;)

Heute habe ich meinen Europass unterschreiben lassen und meinen letzten Arbeitstag begonnen zu planen. Ist ja nicht mehr lange und ich will mich unbedingt für das super schöne Praktikum bedanken! So langsam muss ich auch an den Papierkram nach dem Praktikum denken. Einerseits für die Schule, die das Praktikum organisiert und andererseits für meine neue, erste eigene Wohnung – Adresse ummelden, Anträge vorbereiten, den Umzug organisieren. Gestern wurden wir übrigens von unserem Betreuer gefragt, wie viele Punkte wir unserem Praktikum und Poznan allgemein auf einer Skala von 1 bis 10 (1 – grottig; 10 – goldig) geben würden … nach Bauchgefühl. Mein Bauch sagte 9! Das Praktikum und vor allem das MAC waren wirklich ein Volltreffer. Das Praktikum hat also eigentlich volle 10 Punkte verdient. Auch die Stadt an sich und die Menschen hier bekommen 10 Punkte. Einen Punkt habe ich jedoch abgezogen, weil ich ein halbes Jahr schon fast zu viel fand. Nicht mal wegen Heimweh oder so. Vielmehr weil Poznan doch eine eher kleine Stadt ist, wenn man an Berlin gewöhnt ist. Somit ist man nach ein paar Wochenenden eigentlich schon durch. Gut, wenn man solche Stationen wie die Termy hat, die einfach immer gehen! Dennoch müssen wir jetzt langsam auf den Rand ausweichen oder faulenzen am Wochenende einfach nur rum. Poznan ist eine junge Stadt, die momentan aufstrebt. Vieles wird hier modernisiert und aufgehübscht, das sehe ich auch in meiner Wohngegend. Aber touristisch ist noch einiges zu tun. Trotzdem ist die Stadt definitiv einen Besuch wert und schon alleine die tolle Gastfreundschaft macht einen Aufenthalt hier erinnerungswürdig ♥

Nach der Arbeit traf ich mich mit den beiden Mädels und unserer Polnischlehrerin an der Stary Browar und wir gingen gemeinsam zum Stary Rynek, aßen, tranken und redeten. Wir konnten sogar draußen sitzen. Danach ging es wieder zurück in die polnische Bude und gefaulenzt ;)

Wochenende

Am Samstag schliefen wir zunächst aus. Nachdem wir uns dann aber doch aus dem Bett geschält hatten, machten wir uns zu zweit auf den Weg zum Bahnhof. Dort kauften wir uns dann (günstige) Tickets nach Kornik, wo wir uns ein bisschen die Stadt und vor allem das Arboretum anschauen wollten. Hat an sich auch gut geklappt. Blöd war nur, dass keine Haltestellen in dem Bus angesagt wurden und so bemerkten wir erst im nächsten Dorf, dass wir zu weit gefahren waren. Also nichts wie raus! Und nun? Wir haben erst einmal die paar Schritte zum See gemacht und dann auf dem Smartphone-Navi erleichtert festgestellt, dass der Weg zurück nicht weit war. Und so machten wir einen ungeplanten, aber sehr angenehmen Spaziergang um den See. Die Sonne schien und es war (teilweise sehr!) warm. Am Kórnik-Schloss angekommen waren wir erst einmal ein klein wenig enttäuscht. Es sah viel weniger imposant aus als auf den Prospektbildern und hatte drei verschiedene Fassaden, die so gar nicht zusammenpassen wollten. Den Eintritt fürs Museum sparten wir uns angesichts des fantastischen Wetters und gingen gleich ins Arboretum – übrigens ein Blumengarten. Für nur 4 zl (ulgowy – ermäßigt) begann also unser nächster Spaziergang. Der Park ist definitiv empfehlenswert! Wunderschöne Blumen und andere Gewüchse, drei Wasserstellen und dennoch immer noch total natürlich. Ein bisschen wild, aber genau das fanden wir so toll. Nicht solche durchgeplanten und abstrakten Parks. Anschließend aßen wir noch Zapiekanki (belegte Ofenbaguettes – polnische Spezialität!) und aßen zum Nachtisch ein Eis bzw. eine Waffel mit Schokosoße. Gestärkt wollten wir uns nun, zum Nachmittag hin, ein bisschen das Städtchen angucken und nach unserer Rückfahrgelegenheit Ausschau halten. Doch wir wurden wieder enttäuscht. Im gesamten Zentrum waren die Straßen aufgerissen; die Stadt war eine einzige Baustelle. Also schnell zur Bushaltestelle marschiert, den Plan gelesen und zurück an den See. Dort setzten wir uns, etwas abgelegen, auf einen kleinen Steg und ließen die Füße ins Wasser baumeln. Eine willkommene Abkühlung! Und danach ging es auch schon zum Bus. Dieses Mal staunten wir nicht schlecht, wir fuhren nämlich mit einem normalen Linienbus zurück. Und obwohl die Hinfahrt schon unglaublich günstig war (25,20 zl für zwei Erwachsene), zahlten wir auf der Rückfahrt für zwei Studenten nur 6,40 zl! Für die gleiche Fahrzeit und sogar etwas mehr Komfort. Also die Linien 501 und 560 (wenn mich nicht alles täuscht) kann man getrost nehmen, wenn das Portemonnaie geschont werden soll ;)

  Schöner Weg am See Entenfamilie ♥ Kórnik mit seinen drei Fassaden Von hier sieht es wie ein Märchenschloss aus Überall Enten! ;) Auf dieses Foto bin ich stolz :) Blümchen In allen Farben In allen Formen Ein Eichhörnchen hab ich auch erwischt Total süß Schön verwildert und märchenhaft Ein schöner Spaziergang Blick aufs Schloss Libelle :) Zapiekanka und Tyskie Zum Nachtisch ein Eis Und zurück zum Wasser ;)

Als wir gegen 19 Uhr in der Wohnung ankamen, ruhten wir uns etwa ein Stündchen aus, nahmen dann nochmal unsere Fahrräder und fuhren zum Ufer der Warta. Dort suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen, redeten, lachten, beobachteten andere Grüppchen und schlugen um uns. Nein, keine Angst, wir haben keine Polen bedroht ^^ Aber die polnischen Mücken sind eindeutig aggressiver als die deutschen. Die Mückenstiche, die ich davongetragen habe (fast ausschließlich an den Beinen – Shorts adé ;P ), sind einfach riesengroße, rote Flatschen. Über der rechten Kniekehle übrigens fünf auf einer Stelle. Das ist angenehm! Selbst lange Beinbekleidung hilft also rein gar nix. Zurück in der Wohnung legten wir uns dann also zerstochen aber glücklich ins Bett.

Am Sonntag ist rein gar nix passiert! Ein bisschen lesen, Film/Serien gucken, schreiben, skypen – mehr war’s nicht. Ich musste mich komplett ausruhen: Es naht der letzte Monatsabschluss!

Woche 20 - Wundervoll und im Abgang schmerzhaft ;)

26Mai2014

Hallo ihr Lieben,

Wahnsinn! Woche 20 ist um! Nur noch unglaubliche drei Wochen liegen vor mir bevor es mit dem rasanten Alltag in Berlin losgeht. Aber das wird erst mal nix mit Alltag. Der Umzug steht an und die Nachbereitung des Praktikums erfordert auch einiges an Arbeit.

Aber um wieder in die Gegenwart zu kommen: es ist Sommer! Letzte Woche noch dachte ich, dass ich mir den erst einmal für die nächste Zeit abschminken kann. Aber wahrscheinlich wurde ich doch erhört. Und so hatte ich eine warme, sonnige Arbeitswoche und endlich mein letztes Familienwoche während meines Praktikums.

Montag

Noch nicht wirklich wieder 100%ig fit, rollte ich mich nach dem letzten Weckerklingeln aus den Federn. Mein Kopf schmerzt immer noch sehr. Wahrscheinlich liegt’s am Wetter. Heute sind es noch um die 20°, aber morgen soll das Thermometer schon auf 28° klettern. Heute war der Himmeln noch sehr bedeckt, morgens regnete es sogar auf meinem Weg zur Tram. Doch im Laufe des Tages kämpfte sich die Sonne dann immer wieder kleine Flecken frei.

Auf Arbeit war nichts los. Ich habe ein bisschen alle Mails auf meiner und der allgemeinen Mailbox bearbeitet. Noch ein paar Zahlungen gebucht, die wir erhalten hatten. Der Tag ging aber trotz eher wenig Beschäftigung recht schnell rum.

Dienstag

Warm! Sonne! Jippieh!! In der Tram war es schön kuschlig, auf Arbeit machte die Klimaanlage (vor allem nachmittags, wenn die Sonne auf unsere Seite knallt), ihren Job. Schön ist’s. Da steigt die Laune und die Müdigkeit rückt zunehmend in den Hintergrund. Es war also ein sehr angenehmer Arbeitstag – entspannt und ganz ohne Stress.

Nach der Arbeit habe ich ein bisschen eingekauft. Unter anderem weil ich richtig Lust auf Eistee hatte. Aber ich wollte nicht den überzuckerten Fertigeistee nehmen. Der ist mir viel zu süß! Also habe ich mir kurzerhand im Internet ein Rezept rausgepickt – Apfel-Minze-Eistee. Geht super einfach. Aber ich muss wohl noch ein bisschen an dem Zutatenverhältnis pfeilen, denn es hat er wie verdünnter Apfelsaft mit einem Hauch Minze geschmeckt. Nächstes Mal vielleicht etwas mehr Zitrone …

Da wir in der Wohnung feststellten, dass wir kein Klopapier mehr vorrätig hatten, fuhren wir kurzerhand in die Stadt und gönnten uns ein leckeres Abendessen in der Stary Browar. Das heißt, wir kauften uns dort was und setzten uns dann in den angrenzenden Park auf die Wiese und später auf freigewordene Liegestühle. Super entspannend :)

Mittwoch

Heute fahr‘ ich mit Fahrrad! Das schöne Wetter muss schließlich ausgenutzt werden. Aber ich wurde wieder einmal belehrt, dass Poznan irgendwie nicht fahrradtauglich ist. Komisch, denn es fahren sehr viele Menschen hier Fahrrad. Also wird zwischen Gehweg und Straße gewechselt und dabei versucht, das eigene Leben nicht in Gefahr zu bringen. Gut, so dramatisch ist es nun auch nicht ^^ Ich habe übrigens (wieder einmal) festgestellt, dass Fahrradfahrer richtig gefährlich sein können. Ein bisschen vorausschauend sollte man fahren, deshalb halte ich auch genug Abstand zum Vordermann. Wenn der aber beschließt plötzlich in voller Fahrt stehenzubleiben und sein Fahrrad quer in den Weg zu stellen … Gut, dass ich so schnell reagiert habe! Bin ihm trotzdem hinten rein, aber nix passiert. Wie ein kleiner Schubser. Und dann meckert der mich an … Der Rückweg war da wesentlich entspannter. Aber ich werde voraussichtlich nur alle zwei Tage mit dem Fahrrad fahren. Mehr als die halbe Strecke ist in der prallen Sonne (bzw. an der viel befahrenen Straße) und ich bin doch sehr sonnenbrandanfällig. Trotzdem ist es eine willkommene Abwechslung zur stickigen Tram ;)

Auf Arbeit hatte ich viel zu tun. Zwei Kontoauszüge wollten bearbeitet werden. Und der eine Zahlungseingang hatte es faustdick hinter den Ohren. Zu jeder der gefühlt tausend Positionen (würde ca. 200 vermuten) mussten noch einmal 10% Quellensteuer gebucht werden. Das war eine  Kleinarbeit. Hier wirklich ein großer Dank an den Erfinder der „Schnellerfassung Sachkontenposten“ und „Massenänderung“. Das rettet wahrlich Leben … äh Nerven. Da ich also von der Arbeit und vom Radfahren völlig platt war, passierte daheim nicht mehr viel. Nur noch ab unter die kühle Dusche und entspannen!

Donnerstag

Fast Wochenende und fast brechen meine letzten drei Wochen an. Ich werde immer hibbeliger. Und ich habe seit gestern Abend noch einen weiteren Grund zur Freude. Da mein Welli gestorben ist und wir meine kleine Gabi nicht lange allein lassen wollten, holten mein Bruder und meine Mutti einen neuen. Ingo haben sie ihn getauft (sie sind alle überzeugt, der Name passt perfekt), er ist 6 Wochen alt und kommt von einer sehr netten Züchterin, die definitiv Ahnung von den süßen Krachmachern hat. Da freue ich mich gleich noch mehr auf mein Zuhause. Ich freue mich für Gabi. Aber vielleicht kann es der ein oder andere verstehen, ich fühle mich gerade Ingo gegenüber wie eine Mutter, die die ersten Schritte ihres Babys verpasst … Aber das ändert sich ja glücklicherweise im Juni!!!

Heute bin ich mit Tram zur Arbeit. Die war heute zum Glück auch nicht so voll. Auch auf Arbeit gab es eher weniger zu tun. Dafür war die Mittagspause besonders! Es gab nämlich Eis, Sorbet, Waffeln, Sahne/Soßen und diverse Obstsorten. Genau das Richtige bei diesem tollen Sommerwetter :)

Freitag

Schlechter Tag trotz Sonnenschein? Ich hoffe innigst auf Besserung! Der Start in den Tag war definitiv verbesserungswürdig. Aber wenigstens war es auf Arbeit heute spannend, denn wir bekamen hohen Besuch. Der CFO von MAN Truck & Bus, Jörg Astalosch, kam zu uns. In einer kleinen Präsentation gab er einen Überblick, was unsere Stärken und Schwächen bei MAN und bei MTB sind. Zudem ist er im anschließenden Q&A auf die Fragen der Kollegen eingegangen. Die Präsentation war sehr erfrischend und er hat sogar „Dzień dobry“ und „dziękuję“ (das allerdings mit Souffleuse ^^) gesagt. Für mich persönlich war es auch mal wieder sehr interessant und ein wahrer Zufluss an Fakten. Zum Beispiel, dass 97-98% aller Mitarbeiter im MAC einen Universitätsabschluss haben! Das ist eine krasse Zahl. Kompetenter geht’s also fast gar nicht ;)

Nach der Arbeit passierte nicht mehr viel. Ein bisschen aufräumen, ausruhen und ab ins Bett.

Samstag

Jaaa, endlich sehe ich meine Family gesund und munter wieder. Gegen Mittag trafen wir uns beim Lidl und kauften schnell fürs Wochenende und für mich ein. Dann schnell die Sachen abgelegt und die Lebensmittel verstaut und los ging es in die Stadt. Ziel: Stary Browar. Dort aßen wir erst einmal in Ruhe Mittag. Nachdem wir uns gestärkt hatten, wurde noch ein bisschen geshoppt und dann ging’s raus und rüber zum City Center. Dort schlenderten wir durch, sahen uns die Oldtimer-Ausstellung an (leider verändert, denn mein VW-Bus war nicht mehr da :( ) und gönnten uns dann im Café Grycan leckeres Eis, Kuchen, Kaffee und Smoothies (Hilfe, meine Figur ^^). Anschließend ging es zu mir und wir schnappten unsere Badesachen und fuhren schnurstracks zur Termy. Dort blieben wir bis fast zum Schluss und genossen zwischendurch eine leckere Pizza oben im Restaurant. Ich bin wahrscheinlich dort schon bekannt wie ein bunter Hund, denn der Mitarbeiter erkannte mich wie vor zwei Wochen schon ^^

Sonntag

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, machten wir uns mit dem Auto auf in den Nordwesten Poznans, zum Kierskiesee. Der sieht auch wirklich wunderschön aus.

Weiße Segel, blauer Himmel ... Himmelblaues Wasser Wunderschöne (und friedliche!) Schwäne ;)

An einem Hotel machten wir halt, aßen Szaszlik-Spieße (dt. Schaschlik) bzw. Wurst und ich wanderte am Ministrand ein Stück ins Wasser. Und habe sogar kleine Fische fotografiert. Letzterer hat mich sogar ziemlich bedrohlich umkreist ;)

Szaszlik ♥ Polnische Wurst in knallrot Der

Danach entschieden wir uns, die Runde um den See zu komplettieren. Dieses Mal mussten sie nicht so früh abreisen, weil mein Bruder wegen Abiturprüfungen frei hat – der Glückspilz ^^ Also ging es weiter durch den Wald, der den See umrandet.

(Achtung: Katzenhasser etwas schneller scrollen ^^)

Sonnenbad einer Jungkatze Dann setzte sie sich in Bewegung Wie war das ... links rechts links? Sooooo tapsig *.* Plumps. Mitten auf dem Weg! Was? Fahrräder? Fahrt doch vorbei ^^

Doch irgendwann wurde es immer matschiger und dann endet der Weg im Morast. Ein Weiterkommen war also unmöglich. Zurücklaufen wollten wir den ganzen Weg aber auch nicht, wir hatten ja schon über die Hälfte geschafft. Also eine Abbiegung zurück und vorwärts. Irgendwann landeten wir dann in einer seeehr vornehmen Siedlung mit riesigen Villen und weitläufigen Grundstücken. Die hatten aber natürlich den Seeblick für die Öffentlichkeit versperrt. Also mussten wir den Bogen immer weiter vergrößern. Irgendwann hatten wir die Nase gestrichen voll und nutzten Papas Navi. Das führte uns dann an die Landstraßen. Ein Stück waren wir also gezwungen, zwischen Graben und Straße zu laufen. Echt unheimlich! Dann schlug mein Bruder vor, einen Feldweg zu benutzen. Das taten wir, obwohl unsere Füße so sehr weh taten, dass wir uns eigentlich auf keinerlei Experimente einlassen wollten. Aber wir wurden belohnt. Wir kamen an eine kleine Brücke mit Bächlein, wo wir kurz Luft holten.

Schönes Wetter und eine traumhafte Kulisse Manchmal konnte man trotzdem ans Ufer gelangen ... Idyllisch Ab und an kleine Bäche

Dann ging es noch ein bisschen auf und ab und schließlich kamen wir in ein kleines Dorf mit Supermarkt und Elite-Café. Also deckten wir uns mit Eis und Trinken ein. Anschließend schlürften meine Eltern noch einen Kaffee und wir „Kinder“ schleckten ein leckeres Mango-Sorbet (zufälligerweise auch von Grycan). Gestärkt nahmen wir das letzte Stück in Angriff und kamen schon bald überglücklich am Auto an.

Am anderen Ende des Sees Feldweg pur - und es ging noch enger!

Meine Füße haben gebrannt, ich konnte keinen normalen Schritt mehr tun. Wir waren auf so eine harte Wanderung ja nicht eingestellt. Wir wollten nur ein bisschen spazieren gehen. Ich habe also jeden Stein durch meine dünne Sandaletten-Sohle gespürt. Die Quittung bekam ich dann beim Abstecher kurz vor meiner Wohnung, weil meine Eltern noch Brot brauchten. Jeder Schritt schmerzt so wahnsinnig, dass ich die Zähne sehr doll zusammenbeißen musste. In der Wohnung haben wir uns dann also aufgrund der doch relativ fortgeschrittenen Stunde gleich voneinander verabschiedet, einen Teil meiner Sachen schon im Kofferraum verstaut und ich packte mich nach der Dusche einfach nur ins Bett und habe noch ein bisschen geskyped. Schön war das Wochenende trotzdem!

Woche 19 - Definitiv anders als geplant!

19Mai2014

Hallo ihr Lieben,

jetzt geht es wirklich Schlag auf Schlag. Die letzten Tage rücken immer näher. Das freut mich, obwohl ich die Zeit hier sehr genieße. Aber natürlich vermisst ein kleines Heimatkind wie ich natürlich auch ganz doll seine gewohnte Umgebung.

Diese Woche war ich außerdem ständig sehr müde, obwohl ich nichts an meinen Schlafgewohnheiten geändert habe. Liegt vielleicht am Wetter, dass sich ebenfalls nur sehr langsam Richtung Sommer bewegt. Dafür konnte ich mich aber wieder aufs Wochenende und meine Family freuen. Oder auch nicht. Alles kam wieder ganz anders …

Montag

Kalt und grau! Was ist bloß mit dem Wetter los? Malta-Mädels, schickt uns Sonne und Wärme nach Polen! Aber darauf muss ich wahrscheinlich noch etwas warten. Nächste Woche soll es wohl endlich wieder wärmer werden.

Auf Arbeit konnte ich mich aber gut vom Wetterschlamassel ablenken und bearbeitete mit meiner neuen Kollegin Mails und den Kontoauszug. Es ist echt schön, jemanden anzulernen und vor allem zu sehen, was der „Schüler“ schon gelernt hat. So habe ich auch einmal die andere Seite erlebt. Und es ist toll, jemandem sein Wissen weiterzugeben samt Kniffe, die man schon kennt (wenn man z. B. Bankgebühren für jedes einzelne Fahrzeug buchen muss, macht man das am schnellsten per Schnellerfassung).

Nach der Arbeit ging es nach Hause und da mich seit der Mittagspause meine Kopfschmerzen wiederhaben, passierte auch nicht mehr viel. Als ich nach Hause kam, erhielt ich die traurige Nachricht, dass mein Wellensittich gestorben ist. Somit war dann der restliche Tag gelaufen.

Dienstag

Heute war so ein Tag, an dem man sich eigentlich ganz fest die Bettdecke über den Kopf ziehen sollte. Aber pflichtbewusst wie ich bin, habe ich mich aus dem Bett gequält und der grauen Suppe da draußen die Stirn geboten. Bah, es ist Mitte Mai und nicht März! Auf Arbeit war auch nicht viel los. Somit war ich froh, dass ich noch eine Überstunde hatte, die ich mir heute nahm, um früher gehen zu können. Ha, denkste, dachte sich wohl Karma! Kurz vor meinem geplanten Feierabend bekam ich noch eine echte Puzzlearbeit. Ich wäre fast daran verzweifelt, hab’s dann aber doch zum normalen Feierabend hinbekommen. Zu Hause habe ich mir dann noch einen schönen Salat (plus eine halbe Pizza, die noch im Tiefkühler wartete) gemacht und geskyped :)

Mittwoch

Erst Mittwoch? Hilfe, was ist da los? Ich bin todmüde, bekomme kaum die Augen auf. Draußen scheint wenigstens die Sonne, doch der Wind ist immer noch ziemlich eisig. Der Arbeitstag begann wieder ziemlich ruhig. Gegen Mittag erhielt ich dann wieder den Kontoauszug und bearbeitete diesen. Vorher arbeitete ich noch ein paar Mails auf unserer allgemeinen und meiner eigenen E-Mailbox ab. Rechnungskopien, Ausgleichsbuchungen etc. Mittlerweile Alltag für mich. Es macht mir Spaß, aber da es immer das gleiche ist, kann ich euch nicht wirklich viel berichten. In das alles und vor allem den Kontoauszug arbeite ich jetzt nach und nach die neue Kollegin ein. Das macht Spaß und zu zweit zu arbeiten, macht das Ganze gleich ein bisschen leichter. Außerdem schauten wir uns das Hochzeitsvideo einer Kollegin an. Sooooo schön ♥

Nach der Arbeit ging ich dann noch einkaufen und holte die Zutaten für den Kuchen, den ich morgen fürs Wochenende vorbereiten werde. Denn meine Family startet noch einmal einen Versuch und kommt mich besuchen – hoffentlich diesmal ohne frühzeitig abzureisen ;)

Und ich habe von meiner Mutti die Nachricht bekommen, dass sie am 30.05. meine neue Wohnung in Berlin abnehmen. Juhuu! Somit ist das jetzt auch sicher. Mir blutet einzig und allein das Herz wenn ich dann sehen werde, wie das Geld für die Kaution den Besitzer wechselt. Aber endlich steht mein Einzug im Juni fest und ich freue mich wahnsinnig und habe schon wieder viel zu viele Ideen und Wünsche ^^

Donnerstag

Ich weiß nicht, was mit dieser Woche schon wieder los ist. Ich will hier auch nicht groß den Jammerlappen spielen, aber das ist doch unnormal. Diese Woche schleicht die Zeit, ich bin kontinuierlich übermüdet und auch die Tatsache, dass die Sonne endlich wieder richtig scheint, tröstet nur schwach. Der Wind ist ja immer noch für Mitte Mai ziemlich eisig. Steht man in der Sonne, ist es allerdings schon ganz angenehm. Aber Miesepeter hin oder her, die Arbeit erledigt sich nicht von alleine. Und außerdem kommt ja am Wochenende Besuch. Und so habe ich ganz fleißig die wenigen Aufgaben, die anstanden, erledigt. Mittags kam dann auch noch unsere hochschwangere Kollegin vorbei. In zwei Wochen ist der Termin. Vielleicht bekomme ich es also noch mit, wenn ich in Poznan bin ;)

Nach getaner Arbeit ging es schnell nach Hause, denn ich wollte ja noch Kuchen backen. Ich dachte, mit einer Fertigmischung kann nicht viel schief gehen, aber ich musste mir ja erst einmal die Anleitung übersetzen ^^ Aber irgendwie habe ich es dann doch geschafft und kann meine Family morgen gebührend begrüßen.

Freitag

Diese Woche ist so richtig ekelhaft! Nachdem uns schon mein kleiner Wellensittich verlassen hat, geht es sowohl meiner Mutter als auch meinem Bruder überhaupt nicht gut. Auch ich fühle mich ein bisschen angeschlagen. So haben wir den Besuch um eine Woche verschoben. Dann ruhen wir uns alle aus und sind nächstes Wochenende 100% fit für Termy und Co.!

Wochenende

Das fiel ja dementsprechend eher flach. Deswegen gibt es ausnahmsweise mal nichts zu berichten. Dafür werden die nächsten und letzten Wochenenden erlebnisreich ;)

Woche 18 - irgendwie chaotisch

12Mai2014

Hallo ihr Lieben,

mir geht’s gesundheitlich nun endlich wieder besser – nach einem großen Auf und Ab diese Woche. Zum Wochenende musste es aber einfach besser werden, denn nicht nur das Wetter sollte besser werden. Ich bekam auch (eher spontan) Besuch ♥

Edit: Ja … sollte! Es ist immer noch kalt. Zwar zeigt sich die Sonne wieder öfter, aber Temperaturen um die 10°C mitten im Mai?! Egal, noch weniger als 5 Wochen, dann bin ich wieder in Berlin ;)

Edit: Danke Willi für die schönen 9 Jahre mit dir ♥

05.02.2005 - 12.05.2014

Montag                                                                  

Tag zwei vom Monatsabschluss. Was für ein Wochenstart! Und für mich war es diesmal wirklich eine Zerreißprobe. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich sehr viel wert auf Pünktlichkeit und vor allem Zuverlässigkeit lege. Wenn etwas sehr knapp wird, kann ich auch ziemlich ungeduldig werden. Das zeige ich dann nicht unbedingt, aber in mir brodelt es. Nun verschickte ich also aktualisierte Saldenbestätigungsblätter und reagierte auf Rückfragen. Alles schön und gut. Doch dann zeigte die Anzeige meines Telefons 14:00 Uhr und es fehlten noch einige Bestätigungen. Von den meisten hatte ich nicht einmal eine Reaktion bekommen, in keinster Weise. Und das, obwohl ich schon am Freitag Nachmittag(!) die Salden verschickt habe. Wenn mir jemand schreibt, respektive am Telefon sagt, dass aufgrund dessen, dass … ist, man mir noch keine Bestätigung schicken kann, ist das ok. Aber nichts? Hach, ich war ein bisschen am Verzweifeln, denn ich konnte ja auch nichts tun. Ich habe meinen Teil erfüllt, sogar mehr als das. Man kann aber auch sagen, es gibt einige, zu denen man durch das Chaos dann einen ziemlich guten Draht bekommt. Neben einer lieben Kollegin in der Nähe von Miami, habe ich jetzt auch Kontakte in der Nähe von Johannesburg in Südafrika geknüpft. Schon toll diese schöne Vernetzung :D Nach der Arbeit ging es ganz schnell nach Hause, um mich von dem Stress zu erholen und mich beim Sport ein bisschen abzureagieren. Workouts können Wunder bewirken! (Und Muskelkater *aua*)

Dienstag

Es fehlen mir immer noch Saldenbestätigungen. Ärgerlich! Ich weiß echt nicht, was da los ist. Naja, ich trug also pflichtbewusst meine erhaltenen Salden in die Exceltabelle ein und legte die erhaltenen Bestätigungen im Ordner bzw. auf der Festplatte ab. Danach bekam ich den Kontoauszug zugeteilt. Geht mittlerweile auch ganz fix, die Zahlungen zuzuordnen bzw. herauszufinden, bei wem man nachfragen muss. Mittags gab es dann noch eine kleine Torte von einer Kollegin, die das lange Wochenende für die Hochzeit genutzt hat. Sehr lecker, aber ich glaube, die Sahne war mir im Endeffekt doch ein wenig zu viel. (Oder war es deine Prüfung, O.? ♥ ^^) Danach ging es mir nämlich auf einmal richtig schlecht und ich hatte starke Bauchschmerzen. Nach kurzer Absprache mit meiner Teamleiterin konnte ich eher Feierabend machen. Netterweise hat mich eine liebe Kollegin in ihrem Auto mitgenommen. Das Ruckeln der Tram hätte alles vielleicht noch verschlimmert. Und so verbrachte ich den Nachmittag mit Tee und Wärmflasche im Bett und ging extra früher schlafen.

Mittwoch

Es geht mir wieder besser! Ein bisschen ziept es zwar noch, aber der Sonnenschein und die wieder höheren Temperaturen zogen mich doch aus dem Bett raus. Also wurde aufgeholt, was gestern liegengeblieben war. Mittlerweile fehlen mir noch drei (!) Saldenbestätigungen. Ich war am Morgen wirklich heftig enttäuscht, als ich immer noch keine wirklich positiven Antworten erhielt. Das nächste Mal ist mein wohl vorerst letzter Monatsabschluss. Da möchte ich, dass alles wieder so wie vorher, also viel besser, läuft! Ansonsten war der Tag aber ziemlich ruhig. Aber im Gegensatz zum schönen Morgen zogen dann im Laufe des Vormittags dunkle Wolken auf und es regnete ab und an. Solange es sich jetzt und nicht am Wochenende ausregnet, ist es mir aber völlig schnurz ;)

Donnerstag

Eigentlich dachte ich immer, dass ich schon bezüglich Prüfungen ein totales Sensibelchen bin. In der Tram wurde ich heute früh eines besseren belehrt. Plötzlich drängelte sich ein Mann nach vorne und sagte etwas durch die Scheibe zur Fahrerkabine. Ich hatte Musik auf den Ohren, weswegen ich nicht mal die Chance hatte, ihn zu verstehen. Aber als ich meinen Kopf nach hinten bewegte, erklärte es sich von selbst. Ein Mädchen saß/lag tränenüberströmt auf dem Boden. Um sie herum viel zu viele Menschen. Innerlich meckerte ich schon wieder ein bisschen. Schön, dass Menschen gleich zur Hilfe eilen. Ist leider definitiv nicht selbstverständlich. Aber wenn so viele Leute um einen herumstehen und auf einen einreden … Was für eine Hilfe! An der nächsten Station stieg sie aus und die Tram fuhr normal weiter. Ein kleines bisschen geschockt war ich trotzdem. Die Arbeit bzw. einige E-Mails trugen auch nicht gerade zu Hochflügen bei. Es ist verdammt traurig, wenn manche in puncto Zuverlässigkeit wirklich komplett versagen. Glücklicherweise erhielt ich gegen Mittag eine der drei fehlenden Bestätigungen. Und ablenken konnte ich mich zum Glück auch ganz gut, z. B. mit dem Kontoauszug, der wieder sehr lang war. Außerdem bekam ich eine neue Kollegin! Und die darf ich sogar teilweise mit einarbeiten – nach nur knapp über 4 Monaten Praktikum! Ihr könnt euch vorstellen, wie groß mein Grinsen bei dieser Nachricht war ;)

Zurück in der Wohnung ging’s dann ran an die Bouletten. Da sowohl meine Mitbewohnerin als auch ich am Wochenende Besuch erwarten, mussten wir die Wohnung auf Vordermann bringen. Sieht zwar nicht so schlimm bei uns aus, aber Bad und Küche brauchen doch schon alleine aus hygienischen Gründen eine regelmäßige Pflege. Anschließend skypte ich noch ein bisschen und hüpfte dann mit einem großen Vorfreudekribbeln ins Bett :)

Freitag

Es ist Freiiiitaaag! Aber meine Freude wurde schon durch ein bekanntes Trommeln am Fenster getrübt – Regen. In Bindfäden. Dazu ein Grau in Grau. Wenigstens versprach der Tag selbst gut zu werden. Auf Arbeit durfte ich (seit Jahresbeginn Praktikantin!) unsere neue Kollegin einarbeiten. Ganz alleine! In einem Mix aus deutsch und polnisch. Ich habe mich richtig gut gefühlt dabei. Das pusht doch gleich das Ego ;)

Gegen Abend fuhr ich dann zum City Center, vielmehr zur Busstation, wo O. ankommen sollte. Das City Center ist übrigens wieder geöffnet, außer die oberste Etage. Da war ja wohl wegen Baumängel durch die entstandene Feuchtigkeit ein Teil der Deckenkonstruktion eingestürzt. Da ist der Berliner Bahnhof Friedrichstraße wohl nicht alleine bei gefährlichen Decken ;P Nachdem ich also beim Warten kurz die Sonne genossen habe, ging es zu mir und dann noch schnell einkaufen, denn es wurde gekocht. Käse-Lauch-Cremesuppe. Sooo lecker und hat fast geschmeckt wie zu Hause ;)

Wochenende

Am Samstag wurde erst einmal kräftig ausgeschlafen. Nachdem wir gegen etwa 6 Uhr kurz wach waren, schliefen wir danach noch ein paar Stunden. Irgendwann standen wir dann aber doch auf und machten uns lecker Frühstück. Dann wurden die Sachen gepackt und ab ging’s in Richtung Maltasee, wo wir nach dem „Fitness-Spielplatz“ natürlich in die heiß geliebte Termy gingen. Die war übrigens erstaunlicherweise relativ leer. Und es sind jetzt endlich die fünf Außenrutschen offen. Viel besser als die drinnen!!! Aber zum draußen Herumklettern war es uns dann doch etwas frisch, weshalb wir es dann bei einem Mal pro Rutsche beließen. Wer mal in der Termy ist, sollte sich außerdem unbedingt eine Pizza oben im Restaurant bestellen. Die ist soooo verdammt lecker! Und der eine Angestellte hat uns sogar erkannt und meinte zu uns „aaah, aus Berlin, oder?“ ^^

Der Sonntag fiel eher kürzer aus. O. musste schon den Bus um 13:30 Uhr nehmen. Kurz vor 13 Uhr machten wir uns also mit Sack und Pack auf zu meiner Bushaltestelle, um die 4 Stationen zum Hauptbahnhof zu fahren. Da wir noch etwas warten mussten, holte O. eher durch Zufall sein Online-Ticket heraus und überflog es. Und dann der große Schreck: Da stand nicht „Poznan Glowny“ sondern „Poznan Dworzec Gorczyn“!! Also die andere Haltestelle, die online angezeigt wurde, was ich mir glücklicherweise vorher angesehen habe. Also schnell zu mir und im Wlan nach dem Weg gesucht. Los zur Tram, zwei Stationen, umsteigen, zwei Stationen, rennen. Erst haben wir nur die ganzen Linienbusse gesehen und wollten fast aufgeben (Alternativen hatten wir schon parat). Dann sah ich etwas rotes durch die im Weg stehenden Trams. Polskibus! Also noch ein kleiner Sprint. Geschafft! Übrigens hätten wir nicht rennen müssen, der Bus stand dann noch bis 13:38 Uhr! Ich fuhr dann beruhigt wieder zurück in die Wohnung. Traurig, dass es schon vorbei war. Trotzdem glücklich <3

Zurück in der Wohnung habe ich noch ein bisschen aufgeräumt, die letzten Pistazien gegessen (unfassbar billig hier!) und dann mit einer Serie angefangen. Ja, ihr habt richtig gehört. Anne, die eigentlich keine Serie über ein paar Folgen hintereinander schafft. Gefesselt von Once upon a time überhörte ich auch glücklicherweise unsere Obermieter, die lautstark Kommunion feierten >.< Nach einer warmen Dusche und dem Gute-Nacht-wünschen bei whatsapp legte ich mich dann endlich ins Bett.

Zwischendurch (Woche 18)

11Mai2014

Hallo ihr Lieben,

da meine Beiträge immer Tag für Tag in Stichpunkten auf Arbeit entstehen, wenn ich mal Zeit habe; ich diesmal aber vergessen habe, die Word-Datei in meine Dropbox zu ziehen (ich war wirklich schwer beschäftigt am Freitag!), kommt hier ein Zwischendurch-Post. Für meine liebe Mama. Die sich doch so sehr ein bisschen Töchterlein-Lektüre gewünscht hat. Die leider krank im Bettchen liegt und die ich nur aus der Ferne trösten kann. So wie sie mich immer.

Die Mama, die mich auch noch geliebt hat, nachdem ich mitten in der Nacht ins elterliche Bett gekotzt habe. Die Mama, die mich auch noch geliebt hat, nachdem ich beim vom-Baum-springen mich samt Jacke am Baum verhakt habe (Kindergartenerinnerungen ^^). Die Mama, die mich auch noch geliebt hat, als ich völlig bei allen möglichen schulischen Meilensteinen geflucht habe. Die Mama, die mich auch noch geliebt hat, wenn ich mitten in der Nacht (oder fast schon morgens) von schönen Stunden wiederkam und sie in vollster Sorge um mich viele Stunden wachgelegen hat. Die Mama, die mich auch noch geliebt hat, als ich festentschlossen berichtet habe, sie für ein halbes Jahr zu verlassen.

Alles Gute, Mama!

Danke Mama für alles! Ich liebe dich aus vollstem Herzen ♥

Woche 17 - Schritt für Schritt

05Mai2014

Hallo ihr Lieben,

eine sehr kurze und zerstückelte Woche liegt hinter mir. Den Montag durfte ich mir ja freinehmen. Der Donnerstag war natürlich ein offizieller Feiertag. Am Freitag musste ich aber wieder ran – Monatsabschluss!

Dienstag

Mit einem kleinen lästigen Husten und viel Sonnenschein startete ich in die Arbeitswoche. Es ist schön, dass das Wetter jetzt doch konsequent Sonne und Temperaturen um die 20° bereithält. Dazu kommt ein relativ entspannter Arbeitstag. Ich hab schon richtig Routine bei der Erledigung diverser Aufgaben. Dafür gibt es aber dann immer weniger zu berichten. Aber anlässlich meines Geburtstages am vergangenen Samstag habe ich von meinem Team eine Karte und eine Poznań-Tasse bekommen. Total lieb ♥

Der Weg nach Hause gestaltete sich etwas schwieriger. Nachdem ich nun endlich rausbekommen habe, warum das City Center seit (mindestens) Freitag geschlossen ist, wollte auch die Tram nicht mehr. Beim City Center soll es Fehler in der Konstruktion gegeben haben, sodass ein Teil eingestürzt ist durch die sich ansammelnde Feuchtigkeit. Das kann man bei der Tram nicht behaupten. Ich lief wie immer bei schönem Wetter zu Fuß zur Station Grochowska und stieg in die Linie 1 ein. Klappt! Zwei Stationen später sah ich es dann schon kommen. Polizisten auf den Schienen und unsere Strecke abgesperrt – das kann nix Gutes verheißen. Und so fuhren wir auf einmal auf der Strecke der Linie 6. Ich also ausgestiegen. Vom Rondo Jana Nowaka Jeziorańskiego (ich kann es mittlerweile perfekt aussprechen ^^) kann ich schließlich auch die Linie 7 nehmen. Denkste! Die bog dann nämlich auch auf die 6 ab. Also bin ich nach kurzem Überlegen in die 6 eingestiegen, bis Poznań Główny gefahren und dann mit Bus zur Wohnung. Sachen abschmeißen, einkaufen; danach war ich bedient für den Tag. Aber wenigstens hat es nicht geregnet und ich konnte die Sonne in vollen Zügen genießen.

Mittwoch

Meine Tram fährt wieder die gewohnte Strecke. Erleichterung pur! Nachdem gestern morgen Quetschen angesagt war, ist die Tram heute wieder fast leer gewesen. Die Sonne scheint wie verrückt. Meiner Meinung nach kann der Sommer kommen. Aber noch bitte kurz warten. Denn Madame hat’s erwischt. Von Frühlingsgefühlen mal abgesehen, quäle ich mich wieder mit kratzendem Hals und laufender Nase rum. Und das Ende April. Nachdem ich den Winter ohne Fehltage überstanden habe. War ja klar! Glücklicherweise habe ich wenigstens meinen Geburtstag relativ gesund überstanden. Auf Arbeit musste ich mich beeilen, noch die letzten Zahlungseingänge vor Feierabend zu verbuchen oder zumindest auf das Konto des Kunden zu stellen. Da ja der Donnerstag ein Feiertag ist und wir alle zu Hause bleiben, werden wir am Freitag gleich mit dem Monatsabschluss loslegen. Mein vorletzter! Ich bin ja mittlerweile schon ein kleiner Profi ;)

Nach getaner Arbeit schmiss ich zu Hause meine Sachen ab und fuhr wieder los in Richtung Stadt. Dort pflanzte ich mich auf die an die Stary Browar angrenzende Wiese, las, schrieb und brutzelte in der Sonne. Danach kaufte ich noch ein paar leckere Sachen für den Donnerstag ein und plante schon im Kopf ein paar Kochexperimente. Doch als ich die Schlange sah, kramte ich nur schnell das Wichtigste zusammen und ergriff (natürlich nicht ohne zu bezahlen!) die Flucht!

Donnerstag

Frei! Ausschlafen! Gammeln! Ja, so sah mein freier Donnerstag aus. Wunderschön unproduktiv. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Zwischendurch hat mich die Sonne aber dann doch mal rausgezogen auf einen kleinen Spaziergang. (Freut bestimmt vor allem meinen Papi, da ich früher immer gemeckert habe, wenn es sonntags rausging ^^) Anschließend machte ich es mir auf unserem Balkon bequem, las und schaute später die „Monster AG“. Hach, wie schön das damals war. Ich liebe diesen Film ♥

Nach meinem Faulenzertag ging es dann aber relativ zeitig ins Bett, denn morgen muss ich wieder ran. Der April schließt sich leider nicht von alleine ab. Schade aber auch … ;)

Freitag

Ich quälte mich förmlich aus dem Bett. Und als ich aus dem Fenster sah, wusste ich auch, warum. Grau! Hilfe, ich dachte, wir sind es los! Als ich das Haus verließ, der zweite Schock: Gott, ist das KALT! Die Temperaturen scheinen durch den nächtlichen Regen um 10° gesunken zu sein! Und so zog ich mit einer etwas düsteren Miene zur Tramstation. Die war natürlich wie ausgestorben, denn alle anderen haben natürlich frei oder sich clevererweise einen Tag Urlaub genommen. Pech gehabt, Frau Praktikantin! Extrawürste gibt’s hier nicht. Also Augen zu und durch. Da ich heute recht viel zu tun hatte, kam ich (abgesehen von der Mittagspause) aber gar nicht zum aus dem Fenster gucken. Erschreckend war für mich, dass ich den ersten Teil des Monatsabschlusses, der am 1. Arbeitstag erledigt wird, schon ohne Hilfe und ohne meine Aufzeichnungen hinbekam. Paradox, denn so schnell wie die Zeit verfliegt, merke ich gar nicht so wirklich, wie viel tatsächlich ein halbes Jahr ist. Vier ganze Monate bin ich mittlerweile hier (1/3 Jahr!) und ich habe sehr viel gelernt. Sehr viel Input, vor allem zu Beginn, aber ist ja doch viel hängengeblieben ;) Ganz zu meinem Vorteil, denn sonst hätte ich heute noch länger auf Arbeit bleiben müssen als ohnehin schon. Nun ja, kann ich halt bei schönem Sommerwetter auch mal eher gehen.

Nach der Arbeit fuhr ich nicht zuerst nach Hause, sondern schnurstracks mit dem Bus zuuuu … Kaufland!! *hust* Wollte besser gesagt. Aber der Regen und die Uhrzeit haben mich dann doch dazu veranlasst, lieber in die warme und trockene Wohnung zu flüchten. Halbe Stunde hin, Gedrängel, weil ja alle zwischen den Feiertagen merken, dass sie was brauchen, und eine halbe Stunde zurück – dafür war ich dann doch nicht motiviert genug. Lustigerweise hatte Madame dann aber doch einen kleinen Rappel, denn als es aufgehört hatte zu regnen, schnappte ich mir meine Sachen und ging joggen. Ganz spontan. War schön! Fast keine Menschenseele draußen und die vom Regen gereinigte Luft. Herrlich!

Wochenende

 

Spannendes kann ich nicht erzählen. Ich vegetierte vielmehr in der Wohnung vor mich hin. Ab und zu bin ich auch rausgegangen bzw. habe mich ein Weilchen auf den Balkon gesetzt. Dick eingemummelt natürlich trotz Sonnenschein, denn kalt ist es immer noch. Ich habe viel gelesen, Musik gehört, den Haushalt geschmissen, Rezepte rausgesucht und ein paar ausprobiert. Ganz entspannt also, damit ich am Montag frisch und munter mit dem Monatsabschluss weitermachen kann

Woche 16 - Geburtstag im Ausland

29April2014

Hallo ihr Lieben,

jetzt bin ich doch echt schon 20! Zwei Jahrzehnte! Eine wunderschöne und kurze Woche liegt hinter mir und eine noch kürzere vor mir ;) Und es sind nur noch genau 1 ½ Monate (6 Wochen)! Ich kann es kaum fassen und sehne dem Tag schon ein bisschen entgegen. Das MAC vermisse ich aber trotzdem schon.

Dienstag

Sommer! Naja, zumindest fast. Aber als ich morgens das Haus verließ, hätte ich am liebsten meine (dünne!) Strickjacke wieder zurückgebracht. Die Bahn war angenehm leer (hier sind gerade ebenfalls Ferien) und auf Arbeit war ich weder unter- noch überfordert. Ein rundum perfekter Wochenstart, wenn man bedenkt, dass die Woche sowieso um einen Tag kürzer ist. Außerdem hebt die Vorfreude aufs Wochenende meine Laune beträchtlich! Und so wurde nach der Arbeit noch eingekauft und wieder nach (günstiger) Ausstattung für die neue Wohnung das Internet durchforstet. Ist ja gar nicht mehr so lange hin und es kribbelt mir in den Fingern vor kreativen Ideen.

Hatte ich was von Sommer gesagt?! Am Nachmittag zog sich der Himmel zu und als ich abends gemütlich auf meinem Bett saß, begann es stark zu regnen und zu gewittern. Holla, die Waldfee, der April gibt sich ja diesmal richtig Mühe! Also die Decke über den Kopf ziehen und schlafen.

Mittwoch

Herrlich, schon Bergfest! (behördisch für Mitte der Arbeitswoche) Im Gegensatz zu gestern war der Himmel griesgram-grau und ich konnte noch schnell ins Bürogebäude hüpfen, bevor die ersten Tropfen fielen. Schade, das sommerliche Wetter hat mir irgendwie besser gefallen. Im MAC hatte ich dann noch mit einem älteren Zahlungseingang zu kämpfen – hab‘ glücklicherweise gewonnen! Kurz nach 10:30 Uhr ging es dann zu einer Infoveranstaltung mit Fr. Dr. Krey aus München. Sie ist die Leiterin des Bereichs Rechnungswesen, zu dem auch das MAC zählt. Sie fasste noch einmal kurz das Jahr 2013 zusammen und ging danach auf die Aufgaben und Ziele für 2014 ein. Eine sehr interessante Infoveranstaltung! Und abends? Da gewitterte es wieder und der Regen trommelte, nein hämmerte, an meine Fenster! Ich habe versucht, vom Fenster aus die Blitze zu fotografieren, die immer wieder den dunkelviolett verfärbten Himmel durchzuckten. Aber ich war leider zu müde, um schnell genug abzudrücken. Und zu ungeduldig, minutenlang auf dem Auslöser zu verharren. Also entschied ich mich nach ein paar schwarzen Bildern doch lieber fürs warme Bett.

Ostergeschenk meiner Eltern ;)

Donnerstag

Ich habe Grau ja schon immer gehasst. Diese Farbe ist überhaupt nicht schön! Deswegen gefiel mir auch der heutige Himmel so gar nicht. Naja, wenigstens auf Arbeit stimmt alles. Also ran an die Bouletten! Ich habe mich wieder intensiv mit dem Kontoauszug beschäftigt. Großes Problem war vor allem bei der einen Zahlung, dass niemand den Kunden kannte. Immer wieder wurde auf meine Anfrage, wie ich die Zahlung buchen soll, geantwortet, man kenne diesen Kunden nicht. Auch meine Kollegin, die mich immer sehr dabei unterstützt, war ratlos. Ansonsten klappt aber alles wie am Schnürchen! Am Abend habe ich dann ein bisschen aufgeräumt. Am Wochenende muss schließlich mein zweites Jahrzehnt gebührend gefeiert werden. Obwohl ich sagen muss, dass ich liebend gerne in Berlin gewesen wäre. Aber auch nicht schlecht, mal außerhalb der deutschen Hauptstadt zu feiern. Ist wie Urlaub ^^

Freitag

Juhuu, diese Woche ging ja ziemlich fix rum! Ich bin übrigens ein bisschen angeschlagen. Das Aprilwetter hat deutliche Spuren bei mir hinterlassen. Aber anscheinend geht es vielen so, was mich ein bisschen beruhigt. Geteiltes Leid ist ja schließlich halbes Leid! Zum Glück war es wenigstens warm und größtenteils sonnig. Und glücklicherweise war ich auch den ganzen Tag über mit Aufgaben versorgt, aber nicht überversorgt. So konnte ich alles in Ruhe erledigen und mir zwischendurch einen Tee mit einem Schwapps Sirup gönnen. Soll ja bekanntermaßen helfen. Übrigens hat sich die Sache mit dem nicht-existenten Kunden geklärt. Der ist neu und wird demnächst eingepflegt. Den als Anzahlung von mir intuitiv vermuteten Zahlungseingang konnte ich somit endlich aufs Konto stellen. Jippieh! Nachdem ich endlich alles erledigt hatte und die Zeit reif war, konnte ich endlich ins lang ersehnte Geburtstagswochenende starten!

Wochenende + Montag

Da ich fleißig vorgearbeitet und viele Überstunden angesammelt hatte, konnte ich auch den ganzen Montag mit den Liebsten verbringen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz, ganz herzlich für die vielen Glückwünsche und Überraschungen bedanken (auch bei denen, die nicht mit mir feiern konnten). Ich habe die tollste Familie und die tollsten Freunde weltweit ♥

Auch wenn ich nicht in meiner liebsten Muddastadt das Tanzbein schwingen konnte, so habe ich bei sommerlichem Wetter trotzdem ein langes Wochenende genossen. Überglücklich, dass mich nur noch 6 Wochen von meiner Rückkehr trennen, muss ich aber gestehen, dass ich neben einem lachenden auch ein weinendes Auge habe. Ich werde zwar total happy sein, meine Familie und meine Freunde, die gewohnte Umgebung, wiederzuhaben. Aber aus beruflicher Sicht schmerzt es mir schon. Denn ich fühle mich absolut wohl im MAC, obwohl es nicht der Job ist, den ich auf lange Sicht machen möchte. Ich kann hier zeigen, was ich kann, werde angemessen gelobt und es ist eine wunderbar freundschaftliche Arbeitsatmosphäre :)

Woche 15 - Frohe Ostern

21April2014

Hallo ihr Lieben,

Ostern ist geschafft. Ich hoffe, ihr hattet auch ein paar schöne Tage. Ich habe das lange Wochenende gemeinsam mit meiner Familie genossen.

Montag

Heute habe ich mal nicht verschlafen. Zwei Handywecker sollten mich aufwecken … wenn ich nicht eh schon wach gewesen wäre. Obwohl ich relativ früh ins Bett bin, fühlte ich mich ein bisschen gerädert. Und das sehr herbstlich angehauchte Wetter trug nicht gerade zu Höhenflügen bei. Regen, wo das Auge hinblickt. Dazu eine graue Wolkensuppe – fertig ist der perfekte Montag. Aber die Arbeit hat mich ganz gut vom Blick nach draußen abgelenkt. Diesmal hatte ich einen Zahlungseingang auf das Kundenkonto zu verbuchen, da wir noch keine weiteren Infos hatten, mit was dieser verrechnet werden sollte. Zwei verschiedene Konten und jeden Posten einzeln. Zwei volle A4-Seiten. Da muss man echt aufpassen, dass man alles richtig einträgt. Zum Glück hat aber alles funktioniert, aber diese Buchung hat sehr viel Zeit und Konzentration in Anspruch genommen. Ich war also ziemlich froh, als ich eine kleine Pause bekam, weil wir zur Videokonferenz mit München mussten – eine willkommene Ablenkung! Auch hatte ich endlich Zugriff auf die Mailbox in Lotus Notes. Hat ein Weilchen gedauert, aber jetzt kann ich zumindest wieder ein bisschen selbstständiger an Informationen zu Buchungen etc. gelangen. Gegen Nachmittag kam glücklicherweise auch die Sonne hinter den fast schwarzen Wolken hervor. Der Rückweg ging also ohne Regenschirm.

Dienstag

Es ist irgendwie ein Paradoxon! Je länger ich morgens im Bett liegen bleibe und mir sage „noch 5 Minuten“, desto schneller bin ich dann fertig. Wenn ich also um 06:55 Uhr anstatt wie geplant um 06:45 Uhr aufstehe, schaffe ich sogar fast eine Bahn eher. Aber eben auch nur fast ^^ Vom MAC gibt es nichts Neues zu berichten. Ich bin voll im Rhythmus drin und schon längst keine Praktikantin mehr für das Team.

Mittwoch

Eiskalt wurde ich heute empfangen, als ich das Haus verließ! Ich hatte sogar extra eine dickere Jacke angezogen. Hoffentlich hält der Wetterbericht, was er für die kommende Zeit verspricht: Besserung! Die ist hier nämlich vom Wetter her dringendst nötig. Ansonsten kann ich mich aber nicht beklagen, eine kurze Arbeitswoche ist fast vorbei und das lange, (fast) viertägige Wochenende gemeinsam mit meiner Family steht bevor. Als ich während meiner Mittagspause und nach der Arbeit wieder mal nach interessanten (u. a. dualen) Studiengängen nach der Ausbildung suchte, wurde mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Dieses Jahr im Herbst stehen die Zwischenprüfungen an und die ersten Bewerbungsfristen für duale Studiengänge. Und in einem Jahr folgt dann die große Abschlussprüfung. Irgendwie erschreckend und schon ein bisschen einschüchternd.

Donnerstag

Die Sonne lacht! Auf dem Weg zur Arbeit ärgerte ich mich etwas, nicht das Rad genommen zu haben. Das hole ich morgen nach! Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich wirklich Angst, die Einzige im Büro zu sein. Die Tram war fast leer und auf den Straßen staute es sich nicht so stark wie sonst. Doch alles war gut, mein Team war auch auf Arbeit (zumindest der Großteil). Aber auch an der Menge der E-Mails (mehr Abwesenheitsnotizen als Antworten!) konnte man erkennen, dass viele sich das Wochenende verlängert hatten. Zwischendurch trafen auch ganz liebe Osterwünsche von Kollegen aus z. B. München und Nürnberg ein. Auch wir haben welche verschickt – von mir gestaltet! ;)

Freitag

Alle haben frei, außer ich! Naja, zugegeben, so schlimm war es nicht. Da der Großteil unserer Partnergesellschaften am Freitag einen freien Tag genießen konnte, haben sich viele aus meinem und anderen Teams auch einen Urlaubstag genommen. Ich hätte die Möglichkeit gehabt. Aber da an diesem Tag hier eine verkürzte Arbeitszeit erlaubt ist, bin ich für den Vormittag dann ins Büro gefahren. Gemeinsam mit meiner Teamleiterin hab ich dann z. B. ein Protokoll von einer Konferenz ausformuliert und die Zahlungseingänge von MCB France überwacht und auch gebucht. Die Zeit verging schnell und wir haben es uns neben der Arbeit auch ganz gut gehen lassen ;) Zurück in der Wohnung (ich bin bei dem schönen Wetter mit Fahrrad gefahren) musste ich erst einmal kurz etwas Schlaf nachholen. Dann habe ich noch den Haushalt geschmissen und bin nach dem Skypen (♥) ins Bett gefallen.

Samstag

Juhuu, ich bekomme heute Besuch. Ich war relativ zeitig wach und so konnte ich mich in Ruhe frisch machen und meine Family in die Arme schließen. Ich bin sehr froh, sie Ostern bei mir haben zu können - ich bin einfach ein Familienmensch! ;) Dann ging es auch nach dem Einkaufen und Mittagessen gleich los zum Hotel und zum angrenzenden Maltasee. Diesmal haben wir den gesamten See umrundet! Eine wirklich schöne Strecke und das bei strahlendem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen. Abends haben wir dann noch gemeinsam bei mir gegessen und meine Eltern sind zurück ins Hotel gefahren und wir "Kleinen" ins Bett.

Aufgepasst! Wilde Radfahrer überall ;) Bächlein Pacman und die fliegende Ente Sonne, Sonne, Sonne Wunderschönes Wetter Hach ja *seufz*

Sonntag

Heute hatten wir viel vor. Vor allem alles, was Spaß macht. Nach dem Ausschlafen sind mein Bruder und ich mit der Tram zum Hotel gefahren und von dort aus sind wir vier wieder auf die andere Seite. Natürlich nicht, ohne vorher ganz traditionell Ostereier zu suchen! Also machten wir zunächst einen Abstecher in den Park neben dem Hotel und suchten fleißig. Und wie immer bleibt am Ende das eine Ei übrig, was man stundenlang sucht. Wir haben es aber dann doch gefunden. Und ein weiterer Rekord: Ich habe diesmal kein Ei zerlatscht ^^ Auf dem Weg zum See fanden wir dann noch einen kleinen "Fitness-Spielplatz", was mich sehr gefreut hat. Einige Geräte dort sind ganz gut und ich muss sagen, meine Bauchmuskeln sind richtig gut ;) Aber jetzt wollten wir endlich "rüber". Also Sachen geschnappt und los. Gegenüber von der Termy, also über den See, gibt es nämlich eine tolle Sommerrodelbahn, eine Minigolfanlage und eine kleine Skipiste. Alles super! Blöd war nur, wenn man beim Rodeln Eltern mit Kind vor sich hat, die dann natürlich eher bremsen als beschleunigen. Am allerschlimmsten war aber eine Frau mit Mann, die so langsam langgekrochen ist, dass sie einen großen Stau verursacht hat. Und uns wurde dann unten gesagt, wir sollen nicht auf der Strecke stehenbleiben. Soll ich denen hinten reinfahren, oder was? Aber beim Minigolfen hatten wir mehr Glück. Vor allem bei einer Runde habe ich voll abgesahnt. Wo meine Eltern und mein Bruder sehr, sehr viele Versuche brauchten, um den Ball ins Loch zu befördern, benötigte ich lediglich 2 (ZWEI!) ;P Danach aßen wir noch lecker Hot-Dogs und machten uns auf den Weg zurück in die Wohnung, um Muttis Rhabarberkuchen zu essen, den es sonst immer erst an meinem Geburtstag gibt. Aber der Winter war ja so mild, da kamen wir schon eine Woche eher in den Genuss. Danke :) Allerdings ging es dann meinem Bruder nicht mehr so gut. Also verzichteten wir lieber darauf, noch einmal in die Stadt zu gehen. Wir saßen also noch eine ganze Weile zusammen, dann schickten wir ihn ins Bett.

Ich liebe ♥ Zugewachsenes Amphitheater Eier (und Geschenke) suchen :) Bloß keins zertreten! Tadaa, unsere Beute Auf der blühenden Wiese Fitness in der Natur Sommerrodeln - huiii :D Minigolf am Maltasee Muttis Rhabarberkuchen ♥

Montag

Es läuft nie alles rund. Irgendwas ist immer. Meinem "kleinen" Bruder ging es wirklich nicht gut. Anscheinend verträgt er die Ferien nicht ;P Nach einigem Hin und Her fuhr ich also mit meinem Papa nochmal ins Hotel. Dort erklärte ich der netten Rezeptionistin, dass meine Eltern einen Tag früher abreisen wollen. Sie sagte sofort, dass das überhaupt kein Problem sei und wir die Nacht auch nicht bezahlen müssen (obwohl eigentlich reserviert). Also schnell hoch und Sachen gepackt. Zimmerkarte? Eins ... wo ist die zweite? Tja, die hatte meine Mutti, die aber schon in meiner Wohnung war. Auch in diesem Fall war die Rezeptionisten (und das Hotel) sehr kulant und sie erklärte uns freundlich, dass wir diese auch noch später vorbeibringen können. Also zurück in die Wohnung. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, schickte ich meine Eltern noch einmal Richtung Hotel. Schade, dass das Ende so plötzlich kam. Aber ich habe lieber an meinem Geburtstag einen gesunden Bruder :)

Tja, und jetzt kümmere ich mich um die kleinen Dinge hier. Ich habe einen kurzen Spaziergang gemacht, aufgeräumt, Wäsche gewaschen, Fotos bearbeitet und schon mal ein bisschen in die Schulbücher reingespäht. Irgendwie muss ich ja da dann wieder reinkommen nach dem Praktikum und im Herbst steht die Zwischenprüfung an!

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterfest und ich freue mich jetzt schon mal auf meinen Geburtstag am Samstag. Die erste 2 vorne!

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